#prevention


prevention , gaslighting , manipulation

Stück für Stück wird das Selbstvertrauen des Opfers durch Irreführung, Leugnung, Lügen und Widerspruch zerstört.


Die Täter, also die Gaslighter, nutzen das vorhandene Vertrauensverhältnis aus, um ihre zunehmend verunsicherten Opfer emotional und seelisch von sich abhängig zu machen und die vollständige, manipulative Macht über das Opfer zu erlangen. Man kann auch von psychischer Gewalt und Missbrauch reden.

Dies kann in unterschiedlichen Bereichen vorkommen in Beziehungen, im Beruf oder im Alltag etc.


Oft dauern diese gezielten Manipulationen über lange Zeiträume an und finden so lange regelmäßig statt, so dass der/ die Manipulierte die Situation als „normal" ansieht und schleichend in die Manipulationsfalle tritt.

Nicht selten sind auch Krankheitsbilder wie Depressionen oder dissoziative Störungen die Folge von Gaslighting. Das Problem: Betroffene merken meistens erst sehr spät, manchmal auch gar nicht, dass sie falsch und unfair behandelt werden und können dementsprechend nicht handeln, sich nicht aus eigenen Kräften Hilfe suchen.

Gaslighter können anfänglich sehr charmant und irgendwann sehr unverschämt sein. Auf viele wirkt das oftmals derart bizarr und befremdlich, dass sich Gaslighting-Opfer in dieser Phase zwar wundern, aber das Verhalten abtun: „Das kann er/sie nicht so gemeint haben.“


Sätze von Gaslightern können wie folgend lauten:

Du bist ja nicht normal.

Mit Dir hält es keiner aus.

Sei froh, dass ich noch zu Dir halte.

Das bildest Du dir bloß ein.

Mit Deiner Wahrnehmung stimmt etwas nicht.

Das habe ich so nie gesagt.

Natürlich habe ich das gesagt, Du hast das nur vergessen.

Du verdrehst die Tatsachen, so ist das nie passiert.

Ich fürchte, Du leidest unter Realitätsverlust.

Du bist aber empfindlich!

Du solltest mal zum Psychologen gehen.


Daran erkennst du Gaslighting:

1. Unwahrheiten über eine Person verbreiten

Gaslighter bringen ihre „Opfer" gerne in Erklärungsnot, indem sie sie beispielsweise vor anderen schlecht da stehen lassen oder in unangenehme Geschichten verwickeln.

Auch die Verbreitung von Lügen, für die sich der/ die Betroffene anschließend rechtfertigen muss, gehört dazu.

2. Die Macht der Wiederholung

Zu der Taktik eines Gaslighters gehört auch das Prinzip der Wiederholung. Dadurch, dass er/sie seinem/ihrem Opfer immer wieder die gleichen Lügen erzählt, glaubt der/die Betroffene irgendwann sogar selbst die Lügen.

3. Plötzliche Eskalation

Auch wenn sich der/die Manipulierende seiner Schuld durchaus bewusst ist, gibt er sein/ihr Fehlverhalten nicht zu, sondern er/sie kann ziemlich schnell aufbrausend oder cholerisch werden. Eine beliebte Masche ist auch, das Gegenüber als „nicht zurechnungsfähig" darzustellen und ihr/ihm zu unterstellen, sich Anschuldigungen nur einzubilden.

4. Abhängigkeit erzeugen

Neben ständigen Erniedrigungen, können Gaslighter natürlich auch Nähe herstellen, Geborgenheit und Sicherheit geben. Vermeintlich. Denn sie wissen genau, wie sie ihre Opfer kriegen und sie emotional abhängig machen. Es ist eine Art Gehirnwäsche.

5. Immer wieder Hoffnungen machen

Oft können Betroffene sich nicht von ihrem Partner oder Freund lösen, da ihnen immer und immer wieder falsche Hoffnungen gemacht werden. Ein Gaslighter weiß genau, wie er seine Opfer geschickt um den Finger wickelt, damit sein Spiel nicht auffliegt. Er suggeriert etwa, dass er immer für sie/ihn da sein werde.

6. Krankhaftes Ausleben von Dominanz

Der Gaslighter weist einen enormen Zwang auf, Macht und Kontrolle über eine andere Person auszuüben. Durch Methoden der emotionalen Manipulation hat er/sie sein Gegenüber im Griff und kann quasi alles mit ihm machen. Deshalb wird er alles tun, damit dies auch so bleibt.


So kannst Du dich wehren:

Erster Schritt ist es, Gaslighting zu erkennen. Generell kann man sagen, dass jeder Mensch beeinflussbar ist und es Dir daher nicht unangenehm sein muss.


Wichtig ist, dass Du sofort den Kontakt zu der Person abbrichst, bei der Du immer diese Gefühle übermittelt bekommst.


Hol Dir Hilfe durch eine/n Therapeuten/in und erzähle Freunden und Familienmitgliedern davon.

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